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Solmeta Geotagger Pro Update Test

Beim Solmeta Geotagger Pro hat sich einiges getan. Sowohl die Hardware als auch die Firmware wurden gründlich renoviert. Sind die Schwachpunkte des letzten Tests ausgebügelt? Zeit für einen neuen Test.

Im April vergangenen Jahres habe ich bereits den Solmeta Geotagger Pro für Nikon Spiegelreflex Kameras getestet. Nun habe ich von der Firma MBK wieder ein Testgerät bekommen. Diesmal die Hardware Version 10.2 mit Firmware 12.8.

Für Lieferumfang, Montage an der Kamera, Software und allgemeine Bedienung bitte in den alten Test schauen.

Der aktuelle Preis liegt jetzt bei 260 Euro. Ist also um 20 Euro günstiger geworden.

Neuerungen der Hardware

Test 4/2010 mit HW 10.0

Test 8/2011 mit HW 10.2

Schon beim letzten mal hieß es in der Beschreibung, es gäbe 8 MB internen Speicher für Tracks. Tatsächlich waren aber nur 4 MB verfügbar. Jetzt sind es wirklich 8 MB. Der Speicher reicht laut Handbuch für bis zu 60.000 Wegpunkte. In meinen Tests waren die 8 MB Speicher bei etwas mehr als 45.000 Wegpunkten voll. Bei einem Aufzeichnungsintervall von 5 Sekunden und 8 Stunden täglichem Gebrauch reicht das für knapp 8 Tage.

Darüber hinaus soll ein verbesserter Kompass zum Einsatz kommen. Spannend, da beim letzten Test hier viele Probleme auftauchten.

Und noch eine Kleinigkeit. Die Schutztasche ist jetzt aus hochwertigerem Neopren und ersetzt das einfache Stofftäschchen.

Neuerungen der Firmware

Test 4/2010 mit SW 1.0

Test 8/2011 mit SW 12.8

Logintervall von 1 Sekunde ist jetzt möglich.

Auch in der Firmware wurden Verbesserungen im Bereich Kompass eingepflegt.

Änderung beim automatischen blättern durch die Menüs

Kein piepsen mehr bei niedrigem Ladestand. Ist auch unwichtig, da der Logger bei leerem internen Akku über den Kamera Akku versorgt wird.

Eine neue Version der Software „Solmeta Utility“ ist verfügbar.

Neue Version der Solmeta Utility Software
Neue Version der Solmeta Utility Software

Kompass und Kompass-Kalibrierung

Bei dem letzten Test war dies die Schwachstelle beim Solmeta Geotagger Pro.

Gleich vorweg. Es ist deutlich besser geworden!

Nach dem drücken der MENU Taste beginnt das Kalibrieren. Zwei Umdrehungen um jede Achse sind notwendig. Die Reihenfolge der Achsen ist egal. Auch muss es nicht extrem langsam gehen. Wichtig ist eine gleichmäßige Drehung. Danach mit der MENU Taste beenden.

[Update] Dazu habe ich jetzt auch ein Video produziert

Überprüfung der Kompassrichtung
Überprüfung der Kompassrichtung

Zum Schluß empfiehlt sich eine überprüfung der Himmelsrichtung. Am Display sieht man die Richtung. 0° bedeuted Norden. Entweder die Nordrichtung ist bekannt oder man prüft es mit einem anderen Kompass wie im Bild rechts zu sehen. Dazu Kamera so lange drehen bis 0° auf dem Display erscheint. Bei dem Kompass daneben zeigt die Nadel in die selbe Richtung wie das Objektiv.

Falls die Richtung nicht stimmt noch mal versuchen. Notfalls einen Total-Reset durchführen. Dann aber auch alle anderen Einstellungen wieder anpassen.

Richtig auffällig ist der schneller reagierende Kompass. Gerade noch ein Bild gemacht. Schnelle drehung in die andere Richtung, noch ein Bild. Es passt auch beim zweiten Bild die Richtung.

Zwei Bilder mit schneller Drehung
Zwei Bilder mit schneller Drehung

Problematisch wird es bei Hochkant Aufnahmen. Bei meinen Tests waren lediglich 12 Prozent der Bilder mit der korrekten Richtung versehen. Beim Rest verteilte sich der Fehler gleichmäßig auf 90° zu weit links oder rechts. Hier ein Beispiel. Beide Bilder vom selben Standort in die selbe Richtung aufgenommen. Zwischen den Bildern liegen 4 Sekunden. Der Kompass hatte also Zeit sich einzupendeln.

Zwei Bilder mit selbem Motiv – Unterschiedliche Richtungsinformation
Zwei Bilder mit selbem Motiv – Unterschiedliche Richtungsinformation

Was mir noch aufgefallen ist:

  • Änderungen des Objektivs haben so gut wie keinen Einfluss auf den Kompass. Getestet habe ich mit dem kleinen Nikon 50mm 1,8D und dem großen Nikon 70-200mm 2,8. Die Abweichungen beim Objektivwechsel waren nicht größer als die normale Toleranz. Ich behaupte mal man kann sich das kalibrieren nach Objektivwechsel sparen.
  • Die Toleranz ist sehr niedrig. 20 Bilder vom Stativ mit 5 Sekunden Abstand aufgenommen ergaben eine Abweichung von lediglich 3,2°.

Hier die Aufzeichnungen von der Testrunde. Der blaue Track wurde vom Solmeta Geotagger Pro aufgezeichnet. Der Rote Vergleichstrack stammt vom Garmin 60CSx.

Fazit Nachtest Solmeta Geotagger Pro

Seit dem letzten Test hat sich viel verbessert. Der Kompass funktioniert deutlich schneller und genauer. Zumindest im Landscape (Quer) Format. Die Kalibrierung ist mit den 6 Drehungen zwar nicht ohne aber noch akzeptabel. Für mich persönlich ist der Aufwand für die Kalibrierung zu hoch im Verhältniss zum Nutzen der zusätzlichen Richtungsinformation. Ich sehe (noch) zu wenige Verwendungsmöglichkeiten für die Aufnahmerichtung. Wer ein Geotagging-System für seine Nikon sucht das alles kann (Position, Track und Blickrichtung), der ist mit dem Solmeta Geotagger Pro gut bedient.

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