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Solmeta Geotagger N3: GPS und Kompass im Praxistest

Position und Blickrichtung direkt und ohne Nachbearbeitung in die Bilder schreiben – mit dem Solmeta Geotagger N3 möglich. Aber wie schaut es in der Praxis aus und was kann der Geotagger sonst noch?

Testberichte zu verschiedenen Geotaggern gab es hier im Blog schon einige. Dieses mal habe ich mir den Geotagger N3 von Solmeta mal genauer angeschaut. Mit diesem direkten Geotagger werden die Geodaten sofort bei der Aufnahme in die Bilddatei geschrieben, egal ob im JPG oder RAW-Format fotografiert wird. Mit Strom wird der Geotagger über die Kamera versorgt. Ein zusätzlicher Akku ist nicht notwendig.

Das Testgerät wurde mir von GPS-CAMERA.EU zur Verfügung gestellt.

Passende Version

Abhängig von der eigenen Kamera ist die richtige Geotagger Version auszuwählen. Die drei Modelle unterscheiden sich lediglich durch den Anschlussstecker. Die passende Version für deine Kamera findest du in der Geotagger Datenbank.

Technische Daten

  • MTK II GPS Chipsatz
  • interner elektronischer Kompass
  • 2,5 mm Klinkenbuchse für Fernauslöser
  • Gewicht: 60g
  • Getestete Version: HW 2.0

Lieferumfang Solmeta Geotagger N3

Mitgelieferter Kabel-Fernauslöser
Mitgelieferter Kabel-Fernauslöser
  • Solmeta Geotagger N3
  • Kabel-Fernauslöser
  • Zweistufiger Fernauslöser mit Feststellfunktion (Bulb) mit 2,5mm Klinke und ca. 85 cm Kabellänge.
  • Tasche zur Aufbewahrung
  • Clip zur Befestigung am Kameragurt
  • Handbuch: Downloadlink zur deutschen Anleitung

Der Solmeta Geotagger N3 in der Praxis

Abstehender Stecker vom Solmeta Geotagger N3
Abstehender Stecker vom Solmeta Geotagger N3

Die Montage erfolgt auf dem Blitzschuh. Selbst ohne mechanische Sperren sitzt der Solmeta stramm auf dem Blitzschuh. Ein Clip für die Befestigung am Kameragurt liegt zwar bei, diese Art der Befestigung kann ich aber nicht empfehlen. Schließlich funktioniert dann keine Bestimmung der Blickrichtung.

Bei meiner Nikon D300 erfolgt der Anschluß über die 10-polige Zubehörbuchse. Leider steht der Stecker unschön ab und das Spiralkabel ist zu lang geraten. Besser wäre hier ein nach oben zeigender Stecker und ein 10 cm kürzeres Kabel.

Als erstes ist eine Kalibrierung des Kompasses nötig. In früheren Loggertests gab es dabei immer wieder mal Probleme. Nicht so beim N3. Kalibriertaste drücken, Kamera um alle drei Achsen drehen und zum Abschluß nochmal mit der Kalibriertaste bestätigen. Das wars. Und es hat während der mehrwöchigen Testphase immer aufs erste Mal geklappt.

Blickrichtung passt auch bei Foto aus fahrendem Auto
Blickrichtung passt auch bei Foto aus fahrendem Auto

Solmeta liefert gleich einen recht ordentlichen Kabelfernauslöser mit. Da die 10-polige Zubehörbuchse blockiert ist, wird statt dessen die im GPS-Empfänger eingebaute 2,5 mm Klinkenbuchse genutzt.

Highlight ist neben dem wirklich präzisen MTK GPS-Chipsatz die intelligente Art sparsam mit dem Strom aus der Kamera umzugehen und gleichzeitig die Position aktuell zu halten.
Die letzte Position merkt sich der Solmeta während Stand-By Zeiten. Diese kann sich dabei natürlich ändern. Um nach dem Aufwachen möglichst schnell wieder eine exakte Position zu haben wacht der GPS-Empfänger immer wieder auf um die Position nachzuziehen. Sichtbar am kurzen aufleuchten der LED. Die Aufwach-Intervalle werden dabei mit der Zeit immer länger. In der Praxis hat das super funktioniert.

Tipp 1: Bei längerem Nichtgebrauch der Kamera den Geotagger ausstecken. Sonst wird der Akku leergesaugt. Bei mir war ein viertel voller Akku nach gut einer Woche leer.

Tipp 2: Wegen der intelligenten Stromspar- und Aktualisierungsfunktionen im Kamera-GPS Menü den Ruhezustand auf die sparsame ON Position einstellen.

Tipp 3: Mit der Schwäche der Kamera leben lernen. Als erstes Auslöser halb durchdrücken, dann Bild komponieren. Dann ist die Verbindung zum GPS-Modul rechtzeitig aufgebaut. Dauert bei der Nikon D300 knapp 2 Sekunden. So lange wird keine Position ins Bild geschrieben. Auch wenn der Solmeta längst fertig ist.

Der Kompass zeigt bei Hochkantaufnahmen leider seine Schwäche. Die Angabe der Blickrichtung stimmt bei senkrecht gestellter Kamera nicht mehr.

Fazit Solmeta Geotagger N3

Der Solmeta Geotagger N3 ist die ideale Geotagging Lösung für Nutzer die neben den reinen Ortsinformationen auch die Blickrichtung direkt bei der Aufnahme festhalten wollen. Die notwendige Kompass-Kalibrierung funktioniert hervorragend. Bei gps-camera kostet der Geotagger 149 Euro, das geht vollkommen in Ordnung.
Einzige Kritikpunkte sind der abstehende Stecker bei der A-Variante, das zu lange Spiralkabel und der ungenaue Kompass in Hochkantstellung.
Insgesamt verdient sich der N3 meine Empfehlung in der Kategorie „Geotagger mit Kompass“.


Das gefällt mir gut:
  • Direktes Geotagging ohne Nacharbeit für JPG und RAW
  • Schneller und genauer GPS Chipsatz
  • Fernauslöser mitgeliefert
  • Relativ einfaches kalibrieren vom Kompass
  • Hochwertige Verarbeitung
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Abstehender Stecker
  • Zu langes Kabel
  • Probleme mit der Blickrichtung bei Hochkantaufnahmen

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