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Im Test: Geotagger Dawntech di-GPS M3-DC mit Kompass

Der Dawntech Geologger für Nikon Spiegelreflexkameras vereint zwei Geotagging Funktionen. Positionsdaten und Aufnahmerichtung ermitteln und direkt im Foto speichern. Dazu der Praxistest.

Mit dem di-GPS M3-DC bietet Dawntech einen Geotagger für Nikon DSLR Kameras an. DC steht für Digital Compass und sagt schon, dass neben den Ortsinformationen aus dem GPS Signal auch die Blickrichtung mittels digitalem Kompass ermittelt wird. Beide Informationen werden von der Kamera direkt in die Exif-Daten der Fotos geschrieben.

Dazu kommt noch ein Koordinatenpuffer falls zum Aufnahmezeitpunkt kein GPS Signal zur Verfügung steht. In Gebäuden wird dann die letzte bekannte Position vor dem betreten aus dem Speicher genommen. In der Praxis ist das vollkommen ausreichend um den Ort eindeutig zu bestimmen.

Den Geotagger habe ich von der Firma MBK (gps-camera.eu) für den Test zur Verfügung gestellt bekommen.

M3-DC Versionen

Das Verbindungskabel zwischen GPS-Modul und Kamera ist fest im Geotagger verbaut. Deshalb bereits beim kauf auf den Richtigen Stecker achten. Folgende Steckervarianten stehen zur Auswahl:

  • Dawntech M3-DC-S3 (Geotagging Datenbank)
    für 10-poligen Anschluß (Nikon D200*, D300, D300s, D700, D800, D2X/s, D2H/s, D3, D3x, D3s, D4, Fujifilm S5 Pro)
  • Dawntech M3-DC-S9 (Geotagging Datenbank)
    für USB Anschluß Variante A (Nikon D90)
  • Dawntech M3-DC-S5 (Geotagging Datenbank)
    für USB Anschluß Variante B (Nikon D3100, D3200, D5000, D5100, D7000)

Ansonsten sind die drei Modelle identisch.

Der Lieferumfang besteht aus:

  • Dawntech Geotagger
  • Neopren Transporttasche
  • Clip für den Kameragurt

Montage M3-DC an der Kamera

Dawntech M3-DC Geotagger
Dawntech M3-DC Geotagger

Der 10-polige Stecker passt hervorragend in die Zubehörbuchse meiner D300. Nichts steht ab – so soll das sein. Das Kabel hat eine gute Länge. Mit einer kleinen Schleife über dem linken Wahlrad verlegt behindert es die Bedienung so gut wie nicht. Soll der Kompass genutzt werden, muss der Logger auf den Blitzschuh. Nur so ist die korrekte Ausrichtung gegeben. Elektrisch besteht keine Verbindung. Das ist eine reine Befestigungs-, und Ausrichtungssache. Wird der Blitzschuh benötigt oder soll der interne Blitz ausgeklappt werden, kann der Logger mit dem beigelegten Clip auch am Kameragurt befestigt werden. Dann liefert der Kompass natürlich keine sinnvollen Werte mehr.

Bedienung des Dawntech Geotaggers

Dawntech M3-DC Geotagger auf der Nikon D300
Dawntech M3-DC Geotagger auf der Nikon D300

Der M3-DC verfügt über einen Schiebeschalter und eine Taste. Über den Schalter wird zwischen Aus, Auto und Ein gewechselt. Der Taster dient zum starten der Kompass kalibrierung.

Ich bevorzuge die Stellung Ein. Das braucht zwar mehr Strom aber es ist immer die bestmögliche GPS Position verfügbar. Mit der Schalterstellung AUTO ist der Betriebszustand an den Belichtungsmesser der Kamera gekoppelt.

Die Kalibrierung des Kompass läuft etwas anders ab als die bisher vorgestellten Solmeta Modelle. Waagerechtes wackeln in Quer- und Hochformatstellung ist angesagt. Insgesamt funktioniert das ordentlich. Und man muss es ja auch nicht zu oft machen.

Alle Bedienungsschritte sind in einem gut geschriebenen, deutschen Handbuch aufgeführt.
Ergebnisse mit dem M3-DC Geotagger aus der Praxis

An den Positionsinformationen gibt es bei den Loggern eigentlich nie etwas auszusetzen. Auch beim M3-DC ist die Genauigkeit super. Verbaut ist übrigens ein SiRF III GPS-Chipsatz.

Mehr Unterschiede gibt es da schon bei der Kompass-Funktion. Auch hier konnte mich der Dawntech überzeugen. Die Blickrichtung passte während dem Test bei über 90% der Bilder. Besonders hervorheben möchte ich die bisher beste Leistung im Hochformat. Die Quote der korrekt bestimmten Richtung lag zwar unter der im Querformat, aber deutlich besser als bei bisher getesteten GPS-Modulen.

Foto im Hochformat mit Blickrichtung
Foto im Hochformat mit Blickrichtung

Fazit Dawntech M3-DC Geotagger

Passgenauer Stecker beim Dawntech M3-DC
Passgenauer Stecker beim Dawntech M3-DC

Für aktuell 169 Euro bekommt man einen hervorragenden Geotagger der Informationen zum Aufnahmeort mit Koordinatenpuffer und Blickrichtung liefert. Bedienung und Verarbeitung sind sehr gut. Besonders gefallen hat mir die Präzision des Kompasses.

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Kommentare
Kalinski
Antworten

Super gemacht und sehr informativ.Aber was muss ich an Nikon D 3 umstellen?

Matthias Schwindt
Antworten

Danke für das Feedback. Was meinst du mit umstellen? Ich kenne die D3 zwar nicht aus eigener Erfahrung. Aber normalerweise musst du nichts in der Kamera umstellen um Koordinaten vom Dawntech in die Bilder zu bekommen.

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