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Holux M-241: GPS-Logger im Praxistest Teil 2

Der Holux GPS Logger auf der Fototour und wie die Daten auf den Computer kommen. Der zweite Teil vom Praxistest.

Im ersten Teil vom Holux M-241 Praxistest ging es um die Ausstattung und die optimalen Einstellungen für das trackbasierte Geotagging. Jetzt geht es raus auf die Fotorunde. Anschließend dann noch die Tracks auf den Computer übertragen. Zum Schluss noch die Vor- und Nachteile sowie das Fazit.

Der Holux M-241 in der Fotopraxis

Ein- und Ausschalter an der Unterseite
Ein- und Ausschalter an der Unterseite

Am Start der Fototour den Schiebeschalter an der Unterseite auf ON stellen und kurz warten bis ein Positionsfix vorliegt. Über die Menü Taste zur Zeitanzeige wechseln und ein Zeit-Kalibrierungsfoto machen. Jetzt noch ein Kontrollblick ob das kleine laufende Männchen links im Display aktives Logging signalisiert. Ist dies der Fall kann es losgehen und du kannst den Logger für den Rest der Tour vergessen. Der Wechsel zum Zeitscreen hat noch einen weiteren Vorteil – kommt man doch mal aus versehen auf den Enter Knopf schaltet sich die Aufzeichnung im Unterschied zum Startbildschirm nicht aus. Alternativ lassen sich die beiden Tasten durch einen gleichzeitigen Druck sperren, was über ein Schloss Symbol angezeigt wird.

Holux M-241 mit Schlüsselring am Karabinerhaken
Holux M-241 mit Schlüsselring am Karabinerhaken

Für einen optimalen Empfang sollte das an eine Filmdose erinnernde Gehäuse senkrecht betrieben werden. Am Rucksack oder Gürtel lässt sich der Logger sehr gut mit einem Schlüsselring und einem kleinen Karabiner befestigen. Die Testrunde absolvierte der Logger liegend in der Lenkertasche am Fahrrad.

Empfangsqualität und Testrunde

Die Empfangsqualität ist wie bei einem MTK Chipsatz zu erwarten sehr gut. Auf der Testrunde in und um Unterschleißheim musste ich dieses mal wegen einer Baustelle eine leicht abgewandelte Route nehmen. Auch während der weiteren Nutzung zeigten sich keine Schwächen. Zügige erste Positionsbestimmung und schneller Refix nach GPS Unterbrechung in Gebäuden sorgen für problemloses Routen aufzeichnen.

Roter Track vom Holux M-241 mit zeitbasiertem Aufzeichnen im 1 Sekunden Abstand; blauer Track vom Garmin

Wie kommen die Tracks vom Logger auf den Computer?

An der Unterseite ist der Logger mit einer Mini-USB Buchse ausgestattet. Die passende Holux Logger Utility Software liegt auf CD bei. Diese Software funktioniert nur auf Windows PCs, dafür ohne Installation. Vor dem ersten Anstecken müssen die Treiber (USB to COM) installiert sein.

In der Software ist immer von Upload die Rede, also der Upload in Richtung Computer – etwas verwirrend finde ich.
Die Daten liegen nach dem kopieren im Holux eigenen TRK Format auf dem Rechner und sollten in das universelle GPX Format umgewandelt werden.

Alle Schritte vom Verbinden bis zum Umwandeln in der Bilderstrecke.

Bilderstrecke Download Logdaten

Erster Schritt: Treiber installieren
Erst "Auto Detect", dann "Verbinden"
Geologger ist verbunden
Einstellungen anpassen oder mit "Upload" Daten kopieren
Zielverzeichnis festlegen
Track Download läuft
Umwandeln der Tracks in GPX Datei
Geotagging mit Holux Utility

Der Speicher kann auch über die Bluetooth Schnittstelle ausgelesen werden. Auf dem PC ist auch hierfür der Treiber nötig.

Für Android Telefone gibt es eine App zum auslesen des Speichers per Bluetooth. Mehr dazu in einem separaten How-To.

Die mitgelieferte Software erfüllt die Basisanforderungen gerade so. Deutlich mehr Funktionen und Komfort bietet die freie Software BT747 für Logger mit MTK Chipsatz. Auch dazu gibt es einen ausführlichen Artikel.

Und sonst so?

Bei leerer Batterie schaltet sich das Gerät einfach ab. Beim nächsten Einschalten blinkt dann nur die Displaybeleuchtung ein paar Mal. Bevor sich der Logger ausschaltet wäre ein Warnton besser.

Die Holux Logger Utility Software enthält auch eine Geotagging Komponente. Diese habe ich bisher noch nicht genutzt.

Das Testgerät wurde mir von Holux-GPS-Vertrieb kostenlos zur Verfügung gestellt.

Fazit Holux M-241

Lässt man die nicht wirklich gute Software zum auslesen des Speichers außer acht und kann mit der Speichergröße leben, so ist der Holux ein sehr guter Logger. Besonders gefällt mir das Display. Es erleichtert die Bedienung und dient als Zeitinfo für ein Referenzfoto. Auch die Mignon Batterien zur Stromversorgung sind klasse. Zum auslesen unterwegs gibt es Bluetooth. Der M-241 ist ein einfach zu bedienender Logger mit sehr guter GPS Empfangsleistung.

Das gefällt mir gut:
  • Gute GPS Genauigkeit
  • Schiebeschalter für Ein/Aus
  • Display
  • Stromversorgung über eine Mignon Batterie
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Schlechte Software mitgeliefert
  • Etwas knapper Speicher

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Kommentare
Gernot

Das Gerät ist ein toller Begleiter! Somit schließe ich mich dem Testfazit an.
Leider zeichnet mein Gerät, ohne daß ich einen Grund dafür wüßte, seit wenigen Tagen nicht mehr auf. Die Koordinaten werden angezeigt (der Empfang funktioniert also), es wird aber nichts gespeichert, obwohl das laufende Männchen in der LCD-Anzeige dies andeutet. Der Datenspeicher ist leer. Mit Firmware-Update ergab sich leider keine Änderung. Gibt es eine Möglichkeit, das Gerät auf Werkseinstellungen zurückzusetzen? Vielleicht hilft eine „Gehirnwäsche“.
Gernot

Matthias Schwindt

In den Einstellungen gibt es einen „Reset“ Punkt. Mehr als Speicher löschen und evtl. mit BT747 neu konfigurieren fällt mir auch nicht ein.

Gernot

Der Holux M-241 scheint zumindest nach einem Rücksetzen und Firmware-Update wieder aufzuzeichnen. Mit der mitgelieferten Software „Holux ezTour“ kann ich den Log nämlich auch auslesen und in gpx wandeln. Vorher hatte ich immer die „Holux Utility“ verwendet. Das Programm zeigt an, daß kein Log vorhanden ist. Habe die aktuelle Version heruntergeladen, kein Unterschied.
Somit kann ich meinen Logger ja weiter verwenden, muß nur das andere Programm zum Auslesen verwenden.
Gernot

Matthias Schwindt

Hast du schon das BT747 Tool ausprobiert? Oder mit Android und AndroidMTK?

Gernot

Hallo, Matthias!
Habe neulich mal kurz BT747 probiert, bekam aber keine Verbindung zum Logger. Vielleicht weiß das Programm nicht, wie es auf den treiber zugreifen soll? Sieht sonst recht komfortabel und universell aus. Werde es noch einmal ausprobieren. Muß ich mehr tun, als den Logger über USB anzuschließen, eben dieses auswählen und auf Verbinden klicken?
Gernot

Steve

Mein Holux ist 5 Jahre alt und immer noch „fit“. Schade, dass er wohl kein Update auf Glonass bekommen wird :/
Nach „Not-Aus“ bei leerer Batterie kommt es mitunter vor, dass das Gerät keinen GPS-Fix mehr hinbekommt.
Erneutes Aus- und Wiedereinschalten hat das behoben.
Die FW 1.13 soll auch die Betätigung des Ausschalters erkennen und dann noch schnell Daten sichern – inwieweit das immer funktioniert (es wird ja immerhin geflasht), mag ich bezweifeln, aber besser ein Rettungsring, der nicht immer trägt, als gar keiner.
Was erstaunlicherweise selten genannt wird ist die Möglichkeit, einzelne Wegpunkte separat aufzuzeichnen. Das funktioniert im Koordinaten-Menü durch Drücken des rechten Knopfs. (Faszinierend, was man mit zwei Knöpfen alles machen kann.) Dass das Settings-Menü immer wieder rausspringt, ist nicht ganz so schön, aber wie oft braucht man das…
Zum Auslesen nutze ich AndroidMTK über BT. Da kommt leider immer nur ein einzelner Track bei raus, den man dann erst schneiden muss. Die Start-Stop-Punkte sind doch aber drin in den Binärdaten, aber der Programmautor ist wohl nicht mehr aktiv…

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