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Canon GP-E2 GPS Logger im Test

Internes Geotagging für Canon und Route der Fototour aufzeichnen. Beides macht der neue Geotagger von Canon möglich. Im ersten Teil Vorstellung und Kurztest.

Canon Geotagger GP-E2 (Foto: Canon)
Canon Geotagger GP-E2 (Foto: Canon)

Mit dem GP-E2 betritt auch Canon den Markt für Zubehör-Geotagger.

Bisher war für internes Geotagging mit EOS Kameras ein teurer WLAN-Transmitter nötig. An diesen wurde ein GPS Empfänger angeschlossen.

Jetzt ist an modernen EOS Spiegelreflexkameras kein Kabel für die Verbindung zwischen Kamera und GPS notwendig.

Zusätzlich zu den reinen Koordinaten für die Fotos bietet der GP-E2 auch einige weitere Zusatzfunktionen an.

Im ersten Teil über Geotagging mit Canon Spiegelreflexkameras stelle ich euch den Geotagger GP-E2 genauer vor.

Beim ersten auspacken fällt als erstes die Größe (5,4 x 7,3 x 4,4 cm) ins Auge. Betriebsbereit mit einem eneloop AA Akku wiegt der Geotagger 110 Gramm. Ist damit zwar kein Leichtgewicht aber an einer ordentlichen Spiegelreflexkamera mit Objektiv noch OK.

Lieferumfang

Lieferumfang Canon GP-E2
Lieferumfang Canon GP-E2
  • Geotagger GP-E2
  • Nylon Tasche
  • Stoff Transporttasche
  • Zwei unterschiedlich lange Kabel zur Verbindung GPS mit Kamera
  • Handbuch und Kurzanleitungen
  • CD mit Map Utility Software
USB Anschluss zum auslesen des Loggers
USB Anschluss zum auslesen des Loggers

Ein Kabel um den Geotagger direkt mit dem Computer zu verbinden wird leider nicht mitgeliefert. Dazu muss das Kabel aus dem Lieferumfang der Kamera genutzt werden. Alternativ funktioniert auch jedes Standard Mini-USB Kabel.

An welche Kameras passt der GP-E2?

Canon EOS 7D und GP-E2
Die „älteste“ EOS Kamera welche mit Einschränkungen den Geotagger unterstützt. Ab Firmware Version 2 arbeitet die EOS 7D mit dem GPS Modul zusammen. Zumindest teilweise. Mit den Kompass Daten kann die Kamera nichts anfangen und ignoriert die Blickrichtung. Mechanisch kann der Geotagger zwar auf dem Blitzschuh montiert werden. Trotzdem wird das USB Verbindungskabel immer benötigt. Zeitsync und Geotagging von Videos funktioniert auch nicht.

Canon EOS 5D Mark III mit GP-E2
Canon EOS 5D Mark III mit GP-E2

Canon EOS 5D Mark III und GP-E2
Hier spielt der Geotagger erstmals seine volle Power aus. Alle Geotagging Funktionen werden ab Firmware Version 1.1.2 unterstützt. Die Kommunikation erfolgt direkt über den Blitzschuh. Ein USB Kabel ist nur nötig wenn der Logger abseits montiert werden soll, etwa beim Blitzeinsatz.

Canon EOS 1DX und GP-E2
Canons Spitzenmodell unterstützt alle Funktionen des Geotaggers. Einschränkungen bezüglich der Firmware sind mir nicht bekannt. Auch hier ist kein USB Kabel nötig.

Canon EOS M und GP-E2
Auch die Spiegellose Systemkamera kann mit dem Geotagger kombiniert werden.

Canon EOS 6D und GP-E2

GPS Auswahl bei der EOS 6D
GPS Auswahl bei der EOS 6D

Trotz dem dass die EOS 6D bereits einen GPS Chip eingebaut hat, besteht auch bei dem kleinen Vollformat-Modell die Möglichkeit den externen GPS Empfänger anzuschließen – und zwar ohne Kabel. Im Menü kann dann ausgewählt werden von wo die Geodaten kommen sollen.

Canon EOS 650D und GP-E2
Auf der deutschen Webseite steht der GP-E2 nicht als Zubehör aufgeführt. Beim US-Schwestermodell EOS Rebel T4i wird GPS als Zubehör aufgeführt. Laut dem Testbericht von Didi on Tour funktioniert bei einer 650D mit Firmware 1.0.1 Geotagging inklusive Richtungsinformation.

Funktionen – Oder – Was kann ich mit dem GP-E2 machen?

Fotos mit Koordinaten anreichern
Der GP-E2 schickt die empfangenen Koordinaten an die Kamera weiter. Diese integriert die Position direkt in die Exif-Daten. Egal ob in JPG oder CR2 (RAW) fotografiert wird.

Videos geotaggen
Genauso wie bei Fotos wird auch hier die Position in die Videodatei eingebaut. Und zwar die Position beim Start der Aufnahme.

Track der Fototour aufzeichnen
Im GP-E2 ist ein Speicher eingebaut, mit dem die zurückgelegte Wegstrecke aufgezeichnet werden kann. Und das funktioniert durch die eigene Batterie auch unabhängig von der Kamera.

Kamerauhr mit der exakten synchronisieren
Die GPS Satelliten senden hochgenaue Zeitinformationen. Diese können genutzt werden um die Uhrzeit in der Kamera exakt einzustellen.

Erster Test: Der GP-E2 als Geologger

Batteriefach des GP-E2
Batteriefach des GP-E2

Für den ersten Tests also Akku einlegen, Schalter auf LOG stellen und los. Selbst nach einer halben Stunde Fahrt im Auto auf dem Beifahrersitz blinkt die GPS LED immer noch schnell. Das deutet laut Handbuch auf fehlenden GPS Empfang hin. Später am Computer beim auslesen des Tracks ist die Route aber bis auf die ersten paar hundert Meter vollständig.

Um den GPS-Empfänger auch ohne Kamera geschützt nutzen zu können liefert Canon ein passgenaues Nylon Täschchen mit. Diese Tasche hat ein Fenster für den Schalter und eine Klappe vor dem USB-Anschluss. Der GP-E2 sitzt schön straff in der Tasche. Auf der Rückseite ist eine Schlaufe für den Gürtel angenäht.

Noch ein Wort zur Akkulaufzeit. Im reinen Logger Betrieb hat der GP-E2 mit einer eneloop bei Aufzeichnungsintervallen von 15 Sekunden bzw 5 Sekunden ca. 8 – 10 Stunden durchgehalten.

Hier ist ein Ausschnitt aus dem aufgezeichneten Track.

Zwischenfazit Canon GP-E2

Canon GP-E2 in Funktionstasche
Canon GP-E2 in Funktionstasche

Wen die Größe und der Preis nicht stört, der bekommt mit dem Canon GP-E2 einen hervorragenden Geotagger für seine Canon Spiegelreflexkamera. Die Verarbeitung und die Haptik ist top. Auch die Befestigung auf dem Blitzschuh wirkt extrem hochwertig, mit dem Dichtungsgummi und der Verriegelung. Durch die eigene Stromversorgung per Mignon Batterie belastet der Geotagger nicht den Kameraakku und die Track Aufzeichnung ist auch ohne Kamera möglich.

Das Thema mit den unlogisch blinkenden LEDs muss ich noch genauer betrachten.

Mehr zum Einsatz an einer Canon EOS 5D Mark III im Praxistest im zweiten Teil über Geotagging mit Canon EOS Kameras.

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Kommentare
Dieter
Antworten

Hallo,
Habe mir den canon logget vor einigen Wochen zugelegt. Benutze ihn mit einer eos 650 ohne Probleme, auch wird die Richtung angezeigt.
Das Gerät ist zwar ziemlich teuer, aber es erfüllt einfach seine Aufgaben. Hatte vorher einen bilora, bei dem die Daten nachträglich mit der beiliegenden Software eingetragen wurden. Leider war dies so störanfällig das ich den bilora wieder verkauft habe.
Gruß Dieter

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