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Canon GP-E1 oder GP-E2 für die EOS 1D X?

Du möchtest internes Geotagging mit der EOS 1D X betreiben? Hier ein Vergleich der beiden GPS-Empfänger für die Canon DSLR

Canon EOS 1D-X mit Zusatzmodul
Canon EOS 1D-X mit Zusatzmodul

Die Profikamera Canon EOS 1D X ist bislang die einzige Canon Kamera bei der du als Nutzer die Wahl hast, ob du den GPS-Empfänger GP-E1 oder den GP-E2 montieren möchtest. In diesem Artikel vergleiche ich beide GPS-Geräte. Abschließend meine Empfehlung, welches Gerät für wen besser geeignet ist.

Canon GP-E1

Canon GPS Modul GP-E1
Canon GPS Modul GP-E1

Der erste GPS-Empfänger von Canon wurde zusammen mit der EOS 1D X vorgestellt. In einem zum WLAN Adapter (WFT-E6) identischen Gehäuse sitzt der GPS-Empfänger und der elektronische Kompass.

Der GP-E1 wird aus dem Kamera Akku mit Strom versorgt. Dies führt natürlich zu einer kürzeren Laufzeit, was bei dem üppig dimensionierten Stromspender aber immer noch für ausreichend Aufnahmen reicht.

Canon GP-E2

Lieferumfang Canon GP-E2
Lieferumfang Canon GP-E2

Das Nachfolgemodell wird auf dem Blitzschuh der Kamera montiert. Ein Verbindungskabel wird bei der 1D X nicht benötigt. Der GP-E2 besitzt zusätzlich noch eine Logger Funktion zur Aufzeichnung der Reiseroute.

GP-E2 mit Batterie
GP-E2 mit Batterie

Für die Stromversorgung ist eine eigene AA Batterie (oder Akku) nötig. Ist diese leer, geht GPS-technisch nichts mehr. Dafür kann der GPS-Empfänger auch ohne Kamera als reiner GPS-Geologger eingesetzt werden.

Der GP-E2 funktioniert zudem mit deutlich mehr Canon Spiegelreflexkameras als das E1 Modell.

Vergleich GP-E1 vs. GP-E2

Längen- und Breitengrad, Höhe sowie UTC Zeit und Kompass für die Blickrichtung für die Exif-Daten von JPG und CR2 (RAW) Fotos bieten beide.

Mit beiden GPS-Empfängern lässt sich die interne Kamerauhr stellen. Bei der EOS 1D X sogar mit einer Genauigkeit von ±0,01 Sekunden.

Bei Gewicht und Größe gibt es deutliche Unterschiede:
GP-E1: 24,7 x 57,0 x 35,7 mm – 44 Gramm
GP-E2: 54,0 x 73,0 x 44,0 mm – 110 Gramm (mit Akku)

Auch bei der Art der Befestigung unterscheiden sich beide Geotagger. Während der E1 an einer seitlichen Buchse befestigt wird, findet der E2 auf dem Blitzschuh Halt. Bei beiden Modellen ist kein zusätzliches Kabel nötig.

Fazit und Empfehlung

Beide GPS-Empfänger geben sich vom Preis her nicht viel. Bei den Funktionen punktet der E2 durch den zusätzlichen GPS-Loggers für die Route. Benötigt aber eine eigene Stromversorgung.

Der E1 belegt nicht den Blitzanschluss und kann somit auch gemeinsam mit Blitz verwendet werden. OK, beim E2 geht das auch, dann aber nur über ein USB-Kabel und abseits des Blitzschuhs liefert der Kompass keine sinnvollen Daten mehr.

Fotografen die auf den Logger verzichten können oder viel mit Blitz arbeiten, rate ich zum GP-E1. Ansonsten machte der GP-E2 im Praxistest bereits einen guten Eindruck.

Mit Bildmaterial von Canon

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Kommentare
Remy Steinegger
Antworten

Danke für den Vergleich – leider haben die von jeglichem praktischen Denken unberührten Canon-Theoretiker eines nicht bedacht … GPS+WIFI+BLITZ zusammen geht halt auch wieder nicht …
Eigentlich wäre der GP-E1 genial, klein und energieunabhängig – aber wenn man von unterwegs Bilder an den Editor zuhause schicken will und die GPS Daten dann ja wirklich sehr helfen würden, kann nicht mehr geblitzt werden … Wenn man dann bei Ausseneinsätzen auch noch blitzen möchte (im Studio wäre das ja kein Problem, aber wer braucht denn dort GPS-Daten?) muss ziemlich unhandlich gebastelt werden – praxisungerecht! Wie wäre es denn, wenn dem GP-E2 obendrauf noch ein Blitzfuss spendiert würde?
Hoffe auf weiteres feedback!

Dani
Antworten

Ich denke das ist leider einmal mehr eine Business Geschichte. Das wir auch heute von Canon keine High-End Kamera haben können, die GPS/BT/WiFi intergriert hat – sorry – kann einfach nicht sein. Logisch die Geschichte mit WiFi und dem Metallgehäuse ist zu beachten, aber das gibt Wege dazu. Und warum dann nicht einen E1 sowie einen E1plus anbieten? Einer mit nur GPS und einer mit all-in-one?
Somit sind hinken wir weiter dem möglichen Stand der Technik hinterher, einfach weil sie es so und nicht anders wollen.

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