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Canon GP-E2 GPS-Track für Lightroom konvertieren

Der Original Canon Geotagger speichert die GPS-Spuren in einem eigenen Datenformat. Leicht verständliche Schritt-für-Schritt Anleitung um die Tracks für Lightroom zu konvertieren.

GP-E2 auf der Kamera
GP-E2 auf der Kamera

Der Canon GPS Logger GP-E2 legt die Tracks in einem eigenen Datenformat mit der Endung LOG. Es handelt sich dabei quasi um das NMEA Datenformat mit einigen Canon spezifischen Änderungen. Trotzdem kann damit so gut wie kein Programm umgehen.

Lightroom 4 beispielsweise versteht im Karten Modul ausschließlich Tracks im GPX Format. Also wird ein Weg vom LOG- zum GPX-Format benötigt.

Wie kommen Canon Logs nach Lightroom?

Damit Adobe Lightroom mit GPS Tracks etwas anfangen kann müssen diese im GPX Format vorliegen. Am einfachsten gelingt die Konvertierung mit dem kostenlosen Tool GPSBabel.

In einem früheren Artikel habe ich dieses Universal-GPS-Programm schon genauer vorgestellt.

Track vom GP-E2 herunterladen
Track vom GP-E2 herunterladen

Voraussetzung für die folgende Konvertierung ist, dass die Tracks bereits mit Canons eigenem Map Utility auf den Computer übertragen wurden.

GPSBabel Einstellungen

Die Konvertierung von LOG nach GPX läuft mit GPSBabel in vier Schritten ab.

Schritt 1: Canon Loggerdatei wählen
Die von MapUtility vom Geotagger ausgelesene Datei kann direkt in GPS Babel geladen werden. Dazu den Button „Dateiname“ im Bereich „Eingabe“ anklicken und die LOG Datei öffnen.

Schritt 2: Eingabeoptionen einstellen
Als Format „NMEA 0183 sentences“ einstellen.
Bei den Optionen der Eingabedatei sind die Haken bei den ersten beiden NMEA Sätzen GPRMC und GPGGA anzuhaken.

Die Eingabe Einstellungen sollten dann etwa so aussehen:

GPSBabel Eingabe Einstellungen
GPSBabel Eingabe Einstellungen

Schritt 3: GPX Ausgabedatei festlegen
Über Dateiname wird die GPX Datei sowie deren Speicherort festgelegt. Ich bevorzuge hier den gleichen Namen wie die Original Datei nur jetzt mit der Endung GPX.

Schritt 4: Ausgabeoptionen einstellen
Die Ausgabe-Optionen können einfach in Standardeinstellungen belassen bleiben, also keinen Haken setzen.

Der Bereich Ausgabe sollten dann etwa so aussehen:

Ausgabe Einstellungen
Ausgabe Einstellungen

Zum Schluss die Konvertierung mit „Anwenden“ starten. Sobald „Konvertierung erfolgreich“ erscheint kann die GPX Datei in Lightroom geladen werden.

Die so entstandene GPX Datei ist nicht nur in Lightroom 4 lesbar. Es handelt sich um eine der gebräuchlichsten GPS Datenformate und kann von vielen Programmen wie beispielsweise MyTracks auf dem Mac oder GeoSetter genutzt werden.

Persönliches Fazit

Mit GPSBabel gelingt die Konvertierung vom Canon eigenen LOG Format ins universelle GPX Format für Programme wie Adobe Lightroom ohne große Mühe. Die Eigenheiten der Canon Aufzeichnung werden dabei einfach korrigiert.

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Kommentare
E. H.
Antworten

Zur Info: Mit den geschilderten Einstellungen funktioniert auch die Konvertierung einer Track-Datei, die von einer Canon EOS 6D erzeugt wurde. Die Verwendung des „Map Utility“ zur Übertragung ist nicht erforderlich, die Datei befindet sich auf der Speicherkarte im Verzeichnis MISC/GPS. Man sollte zuvor nicht vergessen, im Menü der Kamera die Log-Datei auf die Karte zu schreiben, Menüpunkt „GPS/Set up/GPS-Aufzeichnung/Aufz.daten auf Karte übertr.“.

Matthias Schwindt
Antworten

Danke für die Info. Im Prinzip sind das die Einstellungen um NMEA nach GPX zu konvertieren.
Mit den LOG Daten auf der Speicherkarte hat die 6D natürlich einen Riesen Vorteil – KEIN Map Utility.

E. H.

Es gibt aber eine gravierenden Nachteil der 6D gegenüber dem GP-E2: Die Kamera hat keinen Kompass, also fehlen „direction“/“heading“-Daten. Aber Lightroom kann damit auch (noch ?) nichts anfangen (Stand Lightroom-Version 4.4).

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