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Eye-Fi Pro X2 WLAN SD Karte im Praxistest

Die SD-Karte von Eye-Fi kann mehr als nur Fotos speicher. Durch das WLAN Modul ist eine Übertragung von Bildern auf das Tablet oder den Computer möglich.

Eye-Fi Karte in der Kamera
Eye-Fi Karte in der Kamera

Mit der früher getesteten Eye-Fi Karte von SanDisk war ja keine Übertragung von RAW Fotos möglich. Also habe ich die Karte gegen eine „Original“ Eye-Fi Pro X2 SD-Karte mit 8 GB Speicherplatz umgetauscht. Hier jetzt der Testbericht des Alleskönner. Soviel schon vorab. Mit der Eye-Fi Pro X2 habe ich die beste Wi-Fi SD-Karte für mich gefunden.

Funktionsumfang

Zwei Eye-Fi Versionen
Zwei Eye-Fi Versionen

Von der Eye-Fi Karte in der Kamera können Fotos direkt verschickt werden. Entweder per direkter Verbindung zwischen zwei Geräten oder über eine bestehende WLAN Infrastruktur. Als Zielgeräte sind Smartphones, Tablets und Computer (Win, Mac) möglich. Hinzu kommen mit Hilfe von freier Software Lösungen für Linux und sogar NAS Systeme.

Wichtigster Unterschied zur SanDisk Eye-Fi Karte ist die Möglichkeit, auch RAW Fotos zu übertragen und Bilder Wi-Fi basiert mit Geodaten anzureichern. Die für mich unpassende SanDisk Eye-Fi Karte entspricht übrigens bis auf die Geschwindigkeitsklasse der Eye-Fi Mobile X2.

Einrichtung der Karte

Eye-Fi Center Setup
Eye-Fi Center Setup

Das ganze Prozedere lief genau so ab wie bei der SanDisk Eye-Fi Karte und kann dort im Praxistest nachgelesen werden.

Eye-Fi Pro X2 in der Praxis

Eye-Fi Pro X2 in Nikon D300
Eye-Fi Pro X2 in Nikon D300

In meiner Nikon D300 kommt die Pro X2 zusammen mit einem DeLock CF-SD Adapter zum Einsatz. Funktioniert problemlos. Nur sollte der Stromsparmodus der Nikon länger eingestellt werden, um allzu häufige WLAN-Verbindungsabbrüche zu vermeiden. Deren Wiederherstellung dauert einfach etwas länger.

Im Büro bucht sich die Karte in mein Heimnetzwerk ein. So funktioniert wahlweise Upload zum Computer oder Vorschau auf dem Tablet. Wichtig dabei: Es kann immer nur ein Gerät empfangen.

Unterwegs nutze ich den Ad-Hoc Modus zwischen Kamera und Tablet. Ist einmal die Verbindung samt Passwort (im Software Center zu finden) eingegeben, startet die direkte Verbindung schnell, sobald die Karte merkt, dass keine Infrastruktur vorhanden ist.

Eye-Fi Android App
Eye-Fi Android App

Wie bereits im ersten Eye-Fi Test gesagt, taugen die Eye-Fi eigenen Smartphone Apps nicht wirklich viel. Für iOS (iPad bzw. iPhone) setzte ich auf ShutterSnitch und auf dem Android Tablet kommt MoPhotos zum Einsatz.

Beide mobilen Programme machen sowohl im Studio als auch unterwegs aus dem Tablet einen größeren Vorschaubildschirm für Kunden und Modells.

Um im Büro Fotos für den Blog möglichst schnell und unkompliziert auf den Rechner zu bekommen, habe ich auf der Synology NAS einen eigenen Eye-Fi Server installiert. Mehr dazu in einem eigenen Blogpost.

Der Stromverbrauch der Kamera geht in jedem Fall genauso steil in die Höhe, wie der Akkustand in die Knie geht. Ich habe zwar keine Labormessungen, trotzdem würde ich sagen die mögliche Anzahl an Bildern hat sich bei der Kompaktkamera halbiert. Jeder der WLAN Komfort möchte sollte sich dessen bewusst sein.

Übertragungsgeschwindigkeiten

Eye-Fi Pro X2 Benchmark
Eye-Fi Pro X2 Benchmark

Die statischen Tests in einem USB 3.0 Kartenleser ergaben eine Lesegeschwindigkeit von gut 10 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von knapp 10 MB/s. Beides nicht berauschend aber Klasse 6 wird erfüllt.

Die folgenden Zeitmessungen beziehen sich auf die Dauer zwischen Auslösen und Anzeigen des Fotos.

Mit dem iPhone 4 und der ShutterSnitch App.

Direkt verbunden
Olympus TG-2 (12 Megapixel) 2,1 MB JPG (3968 x 2976 Px) – 13 Sekunden
Nikon D300 (12,3 Megapixel) kleinste Auflösung (BASIC S) 500 kB JPG (2144 x 1424 Px) – 6 Sekunden
Nikon D300 RAW 11 MB – 23 Sekunden

Über das lokale Netzwerk gekoppelt.
TG-2 JPG – 15 Sekunden
D300 kleines JPG – 6 Sekunden
D300 RAW – 30 Sekunden


Auf dem Android Tablet mit der MoPhotos App konnte ich folgende Werte messen:

Direkt verbunden
Olympus TG-2 (12 Megapixel) 2,1 MB JPG (3968 x 2976 Px) – 8 Sekunden
Nikon D300 (12,3 Megapixel) kleinste Auflösung (BASIC S) 500 kB JPG (2144 x 1424 Px) – 4 Sekunden

Über das lokale Netzwerk gekoppelt
TG-2 JPG – 9 Sekunden
D300 kleines JPG – 4 Sekunden

RAW Bilder können zwar von der Eye-Fi Karte übertragen werden, MoPhotos kann sie aber nicht anzeigen. Deshalb fehlt der Wert.

Persönliches Fazit

Eye-Fi Pro X2 SD-Karte
Eye-Fi Pro X2 SD-Karte

Mit der Eye-Fi Pro X2 habe ich die ideale Karte für mich gefunden. Als Universalgenie kann sie einfach alles, was ich mir wünsche. Fotos unterwegs und im Studio auf dem Tablet zur Voransicht bereitstellen und im Büro Fotos zum Einbinden in den Blog direkt auf den Rechner übertragen.

Der Preis ist grenzwertig. Während die Übertragungsgeschwindigkeit für mich in Ordnung geht.

Das gefällt mir gut:
  • Direkte Verbindung möglich
  • Integration ins Heimnetzwerk
  • RAW Übertragung
  • Viele Android und iOS Apps
  • Eigener lokaler Eye-Fi Server möglich
  • Viele Kameras mit Eye-Fi Support
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Komplizierte Einrichtung
  • Zwangsregistrierung online erforderlich
  • WLAN für Geotagging untauglich
  • Transfer teilweise durch das Internet

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Kommentare
Marc Gutt

Hi,

ich vermisse im Artikel die Verlinkung zur Installation des eigenen Eye-Fi Servers.

Gruß

Matthias Schwindt

Hallo Marc,
den Link findest du rechts im Bereich meiner Empfehlungen.

Daniel

Hallo!
Erstmal danke für diesen tollen Bericht! Ich wollte jedoch etwas nachhaken: Hast du die Karte in die Nikon D300s getan oder in die Nikon D300? Denn ich habe eine Nikon D300 und bei mir klappt das nicht! 🙁
LG!

Matthias Schwindt

Bei mir mit DeLock Adapter in der D300 im Einsatz. Welchen Adapter nutzt du?

Viktor

Hi, vielen Dank schon mal für einen Beitrag, der fast keine Fragen offen lässt! Deine Serie ist das beste, was ich dazu im Netz gefunden habe! Es ist verdammt schwer im Netz nach eine vernünftige Aussage zu den Eye-Fis zu bekommen. Diese Seite habe ich leider auch erst nach 3h Recherche gefunden.

Ich bin mir jetzt fast sicher, dass meine Anforderungen von der Eye-Fi erfüllt werde, würde aber gern nochmal genau nachfragen. Ich würde gern von einer Kamera (Nikon 1) alle darauf gemachten Fotos automatisch auf ein Netzlaufwerk schieben. Ein Rechner, der dauerhaft an ist, ist vorhanden (Windows oder Linux VM). Die Fotos sollten optimalerweise nach der Übertragung von der SD direkt wieder gelöscht werden (oder zumindest, wenn die Karte voll läuft).

Die Einrichtung würde von mir ausgeführt werden (Admin). Die Bedienung müsste von Technik-Noobs möglich sein. Am besten sollten die sich um nichts kümmern, sondern die Fotos später einfach unter einem freigegeben Netzlaufwerk finden.

Meinst Du, dass das mit der Eye-Fi (X2 pro) möglich ist?

Vielen Dank, Viktor

Matthias Schwindt

Mit dem Windows Programm sollte das klappen, dass die Bilder automatisch ankommen. Das automatische leeren der Karte habe ich nicht ausführlich getestet. Ob das ganze aber ohne ein „Mitlauschen“ von Eye-Fi funktioniert, da bin ich mir nicht sicher.
Ich nutze die Pro X2 mit der Synology Erweiterung (Siehe Link neben dem Beitrag). Klappt super zuverlässig. Aber ohne Auto-Löschen.

Viktor Dite

Hi, als das „Transfer teilweise durch das Internet“ kann ich jetzt nach ausführlichen Tests nicht bestätigen. Wenn man es nicht explizit aktiviert, so bleiben die Daten im lokalen LAN. Zumindest, wenn man die Kombi PC, Mac + Eye-Fi nutzt. ZU Tablets kann ich nichts sagen.

Meine vorherige Frage hat sich übrigens mit ja beantwortet. Funktioniert prima!
Wen es interessiert, ich habe hier mal mein Szenario dargestellt: http://fotoblog.viktor-dite.de/hardware/eye-fi-pro-sd-karte-bilder-auf-einer-netzwerkfreigabe-speichern

„Das automatische leeren der Karte habe ich nicht ausführlich getestet“
Das funktioniert anders. Man kann in der Software einstellen ab wann (% der Karte voll) alte Bilder gelöscht werden sollen um für neue Platz zu machen. Man kann also unendlich fotografieren ohne die Karte jemals zu leeren. Es werden natürlich nur die Fotos gelöscht, die übertragen wurden.

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