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FluCard Wi-Fi SD Karte im Praxistest

Eine WLAN SD Karte mit einigen spannenden Ausstattungsdetails. Wie sich die FluCard in der Praxis schlägt, zeigt das Review.

Trek Flucard PRO
Trek Flucard PRO

Relativ unbekannt ist die WLAN SD Karte Flucard PRO der Firma Trek. Zu recht? Immerhin enthält die Karte einige beachtenswerte Besonderheiten wie etwa Tonsignale für Statusinformationen. Sehr hilfreich ist das nach dem Einschalten. Solange die Karte piepst  wird der WLAN-Hotspot gestartet. Ist Ruhe, kann die Verbindung vom Smartphone aus aufgebaut werden.

Hinzu kommt, dass die FluCard eine relativ offene Architektur besitzt. Somit gibt es bereits einige Bemühungen selbst etwas für die Karte zu programmieren.

Einrichtung und Inbetriebnahme

Setup der Flucard im Browser
Setup der Flucard im Browser

Eine Stärke der FluCard ist die Erstinstallation. Karte in die Kamera, warten, bis der Hotspot aufgebaut ist, Tablet mit der Karte verbinden und im normalen Internetbrowser flu.card aufrufen. Alle Einstellungen lassen sich hier bequem vornehmen.

Flucard im CF-SD Adapter
Flucard im CF-SD Adapter

In der Nikon D300 funktioniert die FluCard im DeLock CF-SD Adapter problemlos.

FluCard in der Praxis

Flucard App Shoot & View
Flucard App Shoot & View

Um während einem Shooting die Bilder auf das Tablet zu bekommen gibt es dann noch die kostenlose App „Flucard Shoot & View„. Das Tablet mit dem Karten-WLAN verbinden, App starten und losfotografieren. Hat gut und schnell funktioniert. Mit dem Finger lässt sich zwischen den Bildern hin- und her wischen. In der kostenlosen Variante bleiben die Fotos aber nur während der aktuellen Sitzung vorhanden. Für mehr Komfort vielleicht die Kostenpflichtige PRO Version testen.

FTP-Server einrichten
FTP-Server einrichten

In den Einstellungen lässt sich ein FTP Server eintragen. Dieser muss im Unterschied zur Eye-Fi Karte nicht über das Internet erreichbar sein. In der Synology NAS kann ein FTP-Server aktiviert werden, dessen Login-Daten habe ich auch gleich in den Karten-Settings eingetragen.

Zum Upload das „Send“ Kontrollbild in der Kamera löschen. Schon baut die Karte eine Verbindung zum Router auf und sendet sämtliche Fotos an den FTP-Server auf der NAS. Über alle Schritte bleibt man per Tonsignalen auf dem laufenden.

Wunderbar, so stelle ich mir den Upload vor. Mit einer zusätzlichen Kleinigkeit. Bei Shootings im Studio soll die Verbindung offen bleiben und jedes Foto automatisch direkt nach dem Auslösen auf die NAS wandern.

Kostenpflichtige FluCard Erweiterungen

Auto Server Upload App
Auto Server Upload App

Um Bilder direkt nach der Aufnahme automatisch per WLAN an meine NAS zu senden habe ich mir die Erweiterung „Flucard Auto Server Upload“ im Play Store gekauft. Damit soll diese Zusatzfunktion frei geschaltet werden. Dem Anschein nach funktioniert das auch, zumindest nach den Pieptönen zu urteilen. Leider kommt auf dem FTP Server nichts an.  Eine diesbezügliche Anfrage an den Support blieb bislang unbeantwortet.

Auto Server Upload aktiviert?
Auto Server Upload aktiviert?

Fazit: Ich finde es schon komisch, wenn ein Hardware Hersteller zum Freischalten von Funktionen, die eigentlich Standard sein sollten, über Apps extra Geld verlangt. Wenn diese Funktion dann nicht läuft und der Support sich nicht um das Problem kümmert, disqualifiziert sich damit das Produkt.

Die selbe Erweiterung wird auch benötigt um die FluCard zusammen mit ShutterSnitch (der Super-App für’s iPad) einzusetzen. Laut Bedienungsanleitung ist das aber schon kompliziert einzurichten und mit meinen Erfahrungen vom FTP-Upload habe ich es erst gar nicht versucht. Halten wir fest: FluCard mit ShutterSnitch ist nicht praktikabel.

Übertragungsgeschwindigkeiten

FluCard Benchmark
FluCard Benchmark

Bei der „statischen“ Messung der Kartengeschwindigkeit in einem USB 3.0 Kartenleser liefert die Flucard ordentliche 20 MB/s Lesegeschwindigkeit und 11 MB/s Schreibgeschwindigkeit ab.

Die folgenden Wi-Fi Performance Messungen beziehen sich immer auf die Zeit zwischen Auslösen der Kamera und Anzeigen des Fotos auf dem Android Tablet mit der Shoot & View App.

Olympus TG-2 mit FluCard
Olympus TG-2 mit FluCard

Direkt verbunden:
Olympus TG-2 (12 Megapixel) 2,1 MB JPG (3968 x 2976 Px) – 5 Sekunden
Nikon D300 (12,3 Megapixel) kleinste Auflösung (BASIC S) 500 kB JPG (2144 x 1424 Px) – 3 Sekunden

Beim Upload auf den FTP-Server im lokalen Netzwerk dauerte die Übertragung von fünf RAW Bilder mit einer Gesamtgröße von 54 MB aus der Nikon D300 gerade mal eine Minute.

Persönliches Fazit

Trek FluCard PRO
Trek FluCard PRO

Die FluCard machte mir anfangs einen sehr vielversprechenden Eindruck. Der Teufel steckt hier aber im Detail, sprich in der nötigen Zusatzsoftware.

Vielleicht lassen sich über freie Projekte zukünftig die Schwächen der Karte beheben.

Die FluCard ist die ideale WLAN Karte für alle die nach der Rückkehr ins Büro  ihre Fotos direkt drahtlos auf den heimischen FTP-Server kopieren wollen.

Genügen einem die Möglichkeiten der Shoot & View App so eignet sich die FluCard auch zur Vorschau auf Android oder iPad während dem fotografieren.

Das gefällt mir gut:
  • Statusinformationen über Tonsignale
  • Sehr hohe Übertragungsgeschwindigkeit
  • Lokaler FTP Upload möglich
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Kaum Android und iOS App Unterstützung
  • Unbrauchbare (kostenpflichtige) Zusatzprogramme

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Kommentare
Schleifer

Hallo,
Du hast das Thema „FluCard“ bearbeitet.mich würde mal Interssieren was bei den Flucard Settings bei
„Key for your Flucards Wi-Fi (if Ani)“ eingetragen wird!Ansonsten blicke ich schon durch aber da kann ich eintragen was ich will,aber „nichts“.ich benutze eine Kamera „Casio EX-ZR 200“
Vl.antwortest Du mir mal,ist ja schon länger her!

Michael Schleifer

Matthias Schwindt

Hallo,
habe den Kommentar gerade noch gesehen. Du bist, warum auch immer, im Spam Ordner gelandet.

Zu dieses Einstellung kann ich dir leider gar nichts sagen. Wo wird überhaupt danach gefragt? Kann ich mich nicht mehr dran erinnern, dass irgend wo was einzutragen war. Die Karte habe ich auch nicht mehr um noch mal zu schauen.

bob

hi,
könnte es sein das dass Uploaden ohne diese APP direkt an FTP server wie zB FIleZilla viel schneller/komfortabler ist?

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