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SanDisk Eye-Fi WLAN SD Karte im Praxistest

Mit dieser Kombination aus SDHC und WLAN Karte kann die SanDisk Eye-Fi Karte Fotos von der Kamera per WLAN zur Vorschau aufs Tablet schicken oder auf den Rechner kopieren. Wie gut das funktioniert und was sonst noch möglich ist, klärt dieses Review.

SanDisk Eye-Fi SD Karte
SanDisk Eye-Fi SD Karte

Der Name Eye-Fi steht als Synonym für Speicherkarten mit eingebauter WLAN Funktion. Mittlerweile werden die Karten auch von SanDisk vertrieben. So eine Eye-Fi Karte von SanDisk mit 8 GB habe ich mir für das große WLAN SD Karten Review auch zugelegt. Wo die Vor- und Nachteile liegen und ob die Karte alle meine Anforderungen erfüllen kann zeigt der Praxistest.

[Update September 2014]
Wie ich auf der photokina erfahren konnte, bietet SanDisk die WLAN SD Karte nicht mehr an. Alternativen findest du in der WLAN SD Vergleichstabelle.

Unterschiede zwischen SanDisk Eye-Fi und Pro X2 Karten

Zwei Eye-Fi Versionen
Zwei Eye-Fi Versionen

Die SanDisk Modelle sind im Handel präsenter, aber die „Original“ Eye-Fi Pro X2 Karte gibt es immer noch. Entscheidender Unterschied ist der größere Funktionsumfang – wie ich selbst feststellen musste. So kann die Pro X2 zusätzlich RAW Fotos übertragen und Wi-Fi basiertes Geotagging. Die SanDisk entspricht nach meinem Verständnis der Eye-Fi Mobile X2.
Leider habe ich das selbst erst zu spät festgestellt und muss deshalb die SanDisk Karte gegen eine Original Eye-Fi Pro X2 tauschen.

Funktionen der SanDisk Eye-Fi Karte

Eye-Fi im CF-SD Adapter
Eye-Fi im CF-SD Adapter

Die Eye-Fi Karte von SanDisk kann sowohl direkt mit einem Mobilgerät gekoppelt betrieben werden als auch über das heimische WLAN Netzwerk.

Fotos Online speichern
Fotos Online speichern

Zusammen mit dem DeLock CF-SD Adapter funktioniert die Eye-Fi Karte in der Nikon D300.

SanDisk bietet Online Speicher, auf dem die Fotos auf Wunsch bis zu 7 Tage gespeichert bleiben und sich dort betrachten lassen. Ein Upload zu zahlreichen Onlinediensten wie Facebook, Flickr oder Picasa ist möglich. Es fehlt aber leider Dropbox.

Endless Memory
Endless Memory

Auf Wunsch kann die Karte automatisch gelöscht werden, wenn ein gewisser Füllstand erreicht ist und die Bilder übertragen wurden. SanDisk nennt das Endless Memory.

Ein schneller, unkomplizierter Zugriff über den Browser bei direkter Koppelung ist mit der Eye-Fi Karte nicht möglich.

Canon EOS 5D III Eye-Fi Menü
Canon EOS 5D III Eye-Fi Menü

Viele Kameras unterstützen Funktionen der Eye-Fi Karten. Einstellungen können so einfach über das Kameramenü angewählt werden. Beispielsweise in der Canon EOS 5D Mark III.

Da es sich vermutlich um die am meisten verbreitete Wi-Fi Karte handelt gibt es auch viele freie Projekte zur Eye-Fi Karte. Etwa ein privater Eye-Fi Server für Linux um den Weg über die SanDisk Server zu vermeiden. Dazu mehr in späteren Artikeln.

Einrichtung und Inbetriebnahme

Eye-Fi im Kartenleser
Eye-Fi im Kartenleser

Die Karte wird in einem Kartenleser geliefert. Aus gutem Grund. Denn die Erstinstallation ist an einem Desktop durchzuführen. Am besten in dem mitgelieferten Kartenleser.
Die aktuellste Version der Eye-Fi Center Software wurde vom Startscript automatisch herunter geladen und installiert.

Bilderstrecke Eye-Fi Setup

Los geht es bei "START HERE" - Windows - Setup.exe
Setup sollte die neueste Version herunterladen
Wichtiger Test der Firewall
Firewall Tests erfolgreich
Eye-Fi Konto anlegen
Ziel der Übertragung festlegen. Auch der Cloud Speicher
Mobiles Betriebssystem - Android oder iOS?
Hilfe beim Download der App

Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Einrichtung durch die vielen Möglichkeiten verwirrend ist und die Software intuitiver gestaltet sein könnte. Speziell die Bezeichnungen der Funktionen finde ich teilweise recht verwirrend.

Eye-Fi Karte im Einsatz

Private Netzwerke freischalten
Private Netzwerke freischalten

Ich bevorzuge zu Hause die Karte im privaten WLAN-Netzwerk zu nutzen. So kann ich die Bilder sowohl an den Computer übertragen als auch eine Vorschau auf dem Tablet anschauen.

Eye-Fi Android App
Eye-Fi Android App

Eye-Fi bietet eine eigene Software für Android und iOS an. Die kann aber eigentlich nichts. Bilder werden empfangen, angezeigt und in die Fotobibliothek von iPad oder Android abgelegt.
Wer die Eye-Fi Übertragung wirklich zur Vorschau nutzen möchte, braucht noch eine gute App. Auf iPad und iPhone ist ShutterSnitch das Maß aller Dinge. Für Android gibt es mit MoPhotos eine gute Alternative.

Direct Mode zwischen Kamera und Tablet
Direct Mode zwischen Kamera und Tablet

On location funktioniert auch eine direkte Verbindung zwischen Kamera und Tablet. Wichtig ist, vorher im Software Center das WLAN-Passwort herauszusuchen. Dann das Eye-Fi Netzwerk suchen, verbinden, App starten und läuft.

Fotos Online speichern
Fotos Online speichern

Noch ein Wort zum Upload auf einen FTP-Server. Im Software Center kann man das einrichten. Allerdings muss der FTP-Server über das Internet erreichbar sein. Ein direktes kopieren auf meinen lokalen FTP Server in der Synology NAS ist so nicht möglich. Auch wenn die NAS über das Internet erreichbar wäre, würde dies keinen Sinn machen. Alle Fotos würden dann langsam zum Eye-Fi Server hochgeladen werden und von dort weiter an den eigenen FTP Server geschickt werden.

Übertragungsgeschwindigkeiten

Folgende Messungen beziehen sich immer auf die Zeit zwischen Auslösen und Anzeigen des Fotos auf dem iPhone 4 Display in der ShutterSnitch App.

Direkt verbunden
Olympus TG-2 (12 Megapixel) 2,1 MB JPG (3968 x 2976 Px) – 10 Sekunden
Nikon D300 (12,3 Megapixel) kleinste Auflösung (BASIC S) 500 kB JPG (2144 x 1424 Px) – 7 Sekunden

Über das lokale Netzwerk gekoppelt
TG-2 JPG – 14 Sekunden
D300 kleines JPG – 6 Sekunden


Auf einem Android Tablet mit der MoPhotos App konnte ich folgende Werte messen:

Direkt verbunden
Olympus TG-2 (12 Megapixel) 2,1 MB JPG (3968 x 2976 Px) – 8 Sekunden
Nikon D300 (12,3 Megapixel) kleinste Auflösung (BASIC S) 500 kB JPG (2144 x 1424 Px) – 4 Sekunden

Über das lokale Netzwerk gekoppelt
TG-2 JPG – 10 Sekunden
D300 kleines JPG – 4 Sekunden


SanDisk Eye-Fi Benchmark
SanDisk Eye-Fi Benchmark

SanDisk Eye-Fi Benchmark
In einem USB 3.0 Kartenleser erreicht die Klasse 4 Speicherkarte eine Lesegeschwindigkeit von über 17 MB/s und eine Schreibgeschwindigkeit von über 11 MB/s

Persönliches Fazit

SanDisk Eye-Fi Karte
SanDisk Eye-Fi Karte

Die Eye-Fi Karte von SanDisk gehört zwar nicht zu den schnellsten der von mir getesteten Karten. Der Funktionsumfang ist dafür der Umfangreichste. Bedenken wegen der Zwangsregistrierung und dem Online-Verlangen der Karte sollte man aber nicht haben um mit der Eye-Fi glücklich zu werden.

Ist die Einrichtung erst mal geschafft, funktioniert die Übertragung zuverlässig und in akzeptabler Geschwindigkeit. Für alle die nur in JPG fotografieren und die vielen gebotenen Funktionen wünschen kann ich die Eye-Fi absolut empfehlen. Wer RAW Unterstützung braucht sollte wie ich einen Blick auf die Eye-Fi Pro X2 werfen.

Das gefällt mir gut:
  • Direkte Verbindung
  • Integration in Heimnetzwerk
  • Breite Unterstützung von Android und iOS Apps
  • Eigener lokaler Eye-Fi Server möglich
  • Viele Kameras mit Eye-Fi Support
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Komplizierte Einrichtung
  • Zwangsregistrierung online erforderlich
  • Transfer teilweise durch das Internet
  • Kein RAW Support

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Kommentare
Tom

Super Vergleich! Das hätte ich vor dem Kauf sehr gut gebrauchen können.

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