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Holux GPSport 260 im Praxistest

Der kompakte GPS Empfänger GPSport 260 bietet sich als Fahrradcomputer, Outdoor GPS und natürlich für das Geotagging an. Der Praxistest prüft die Tauglichkeit des kompakten GPS Empfängers.

GPS Navigation auf dem Fahrrad. Dafür soll der Holux GPSport 260 besonders gut geeignet sein. Das und die Tauglichkeit fürs Geotagging klärt der Test.

Erster Eindruck und Funktionsumfang

Holux GPSport 260
Holux GPSport 260

Bei dem Holux GPSport 260, einem GPS Empfänger in der Größe eines Stücks Seife fällt als Erstes die giftgrüne Farbe auf, welche den Outdoor Charakter unterstreichen soll.

Unterhalb des quadratischen LCD Bildschirms sind zwei Tasten und ein 5-Wege-Steuerkreuz angebracht. Mehr Bedienelemente sind trotz hohem Funktionsumfang nicht nötig.

Die Hardware Ausstattung umfasst einen GPS-Empfänger mit MTK 3329 Chipsatz, Barometer und einen elektronischen 3D Kompass. Das Gehäuse ist nach IPX7 gegen Wasser geschützt. Zur Energieversorgung ist ein 1050 mAh Lithium-Ionen Akku fest verbaut.

Das Testgerät wurde mir von Holux Deutschland zur Verfügung gestellt. Zum Testzeitpunkt war die Firmware in der Version 02.02.01 aktuell. Die PC Software ezTour Plus kam in Version 3.2 zum Einsatz.

Technische Daten und Lieferumfang

In der Packung liegen neben dem GPS Empfänger noch:

  • Fahrradhalterung mit Kabelbindern
  • Netzteil
  • USB-Kabel
  • Halteband
  • Software CD
  • Kurzanleitung u.a. in Deutsch
GPS-ChipsatzMTK 3329
Speicher intern160.000 Trackpunkte
Display
Kompass
Barometer
Bluetooth
Waypointtaste
AkkuFest eingebaut
Akkulaufzeit14 bis 19 Stunden
je nach Beleuchtung
AnschlussMini-USB
Größe82 x 54 x 22 mm
Gewicht72 Gramm

Display und Bedienung

Fahrradhalterung am Lenker
Fahrradhalterung am Lenker

Vor dem ersten Einsatz am Fahrrad muss noch die Fahrradhalterung mittels Kabelbindern befestigt werden. Der GPS-Empfänger wird dann einfach auf die Halterung aufgeschoben und mit der Raste verriegelt. Leider fehlt es dem Befestigungshebel an Spannung. So muss der Hebel nach oben gezogen werden, um das Gerät zu sichern. Ein Druck auf diese Lasche und der Holux ist wieder freigegeben und kann abgezogen werden.

Das Display löst mit 128 x 128 Pixel auf und kann Text und Grafiken in vier Graustufen darstellen. Die Hintergrundbeleuchtung kann dauerhaft oder auf Knopfdruck zugeschaltet werden und sorgt auch bei Dämmerung für einen guten Überblick.

Nach dem Einschalten landet man im Hauptmenü mit acht Menüpunkten. Über das Steuerkreuz geht es zum gewünschten Menüpunkt und per Druck auf diesen im Untermenü weiter. Während der Fahrt funktioniert das allerdings nur sehr eingeschränkt. Die Druckpunkte für Verschieben und Bestätigen sind zu nahe beieinander. Der Umfang des Menüs ist riesig und damit auch leider die Komplexität der Bedienung die ich als nicht sonderlich intuitiv empfinde.

Eine Kartenansicht ist beim Holux 260 nicht verfügbar. Die aktuelle Position kann per QR-Code an ein Smartphone weitergegeben werden und sollte dort auf der Karte angezeigt werden. Leider war die Webseite, auf der die Position gezeigt werden sollte nicht (mehr) erreichbar.

Geotagging mit dem Holux GPSport 260

Das Wichtigste für das trackbasierte Geotagging ist die Größe des Speichers. Dieser kann beim 260er 160.000 Wegpunkte aufnehmen. Das ist ausreichend für 22 Tage bei einem Wegpunkt alle 5 Sekunden bei 10 Stunden täglicher Aufzeichnung.

Referenzbild für Geotagging
Referenzbild für Geotagging

Um eine Zeitdifferenz zwischen GPS-Zeit und Kamerauhr auszugleichen, ist ein Referenzbild mit Uhrzeit sinnvoll. Der GPSsport 260 zeigt die aktuelle Uhrzeit im Sportmodus an. Mit einem Foto dieser Ansicht geht die Zeitsynchronisation in GeoSetter ganz leicht.

In „Einstellungen – Log“ lassen sich verschiedene Anpassungen vornehmen. Das Intervall zwischen zwei Trackpunkten kann automatisch, zeitgesteuert oder entfernungsabhängig eingestellt werden. Mit aktiviertem Autostart beginnt die Trackaufzeichnung sofort wenn GPS Empfang vorhanden ist. Um Speicher zu sparen und den Track „sauber“ zu halten, kann automatisch eine Aufzeichnungspause eingefügt werden, wenn die Geschwindigkeit unter einen Schwellwert fällt.

Meine Einstellungen:
Intervall – Zeit – 5 Sekunden
Autostart – Ein
Pause – 1 km/h

Hier eine Aufzeichnung der Standard-Runde mit dem Fahrrad.

Software

Mitgeliefert wird auf der CD ein Software Paket bestehend aus Treibern, ezTour Plus und ezTour Planner. Die Software dient mir lediglich zum Einstellen, Auslesen und zum Löschen des Loggers. Im ezTour Planner können Routen auf einer Google Karte geplant und an das GPS-Gerät geschickt werden.

Die neuesten Versionen gibt es auf der Holux Support Seite zum Download. Der Produkt Key befindet sich übrigens unter der Lasche der CD-Hülle – für alle, die wie ich gleich die Download Version nutzen und den Key suchen 😉

ezTour Plus Software
ezTour Plus Software
GPS Konfigurieren
GPS Konfigurieren

Die wichtigsten zwei Schaltflächen sind links angeordnet. GPS Log lesen und GPS Konfigurieren. Bei ersterem können Tracks einzeln oder gesammelt auf den PC kopiert werden. Den Speicher wieder löschen geht über „Datei – Log leeren“. Um anschließend die Tracks in Geotagging Tools nutzen zu können, ist nach dem Herunterladen der Menüpunkt „Datei – Reiseroute exportieren“ zu wählen. Speichern kann ezTour unter anderem als GPX oder NMEA Datei.

Die Software ezTour ist übrigens die einzige Möglichkeit, GPS-Daten mit dem Holux 260 auszutauschen. Alternativen habe ich keine gefunden. Auch das Universaltalent für den Mac – myTracks4Mac kann nicht mit dem GPSport 260 umgehen.

Persönliches Fazit

GPS Signal Anzeige
GPS Signal Anzeige

Mit dem GPSport möchte Holux mehr bieten als nur einen GPS-Datenlogger. Das ist mit den vielseitigen Anzeigemöglichkeiten, dem barometrischen Höhenmesser und dem 3D-Kompass auch gelungen.

Die Navigationsfunktionen kommen nicht an die von Outdoor GPS-Geräten derselben Preisklasse heran.

Zudem empfand ich die Bedienung über den Joystick auf dem Fahrrad als schwierig und die Menüführung als nicht intuitiv.

Sehr gut sind die GPS-Empfangsqualität, die Witterungsbeständigkeit und die technische Ausstattung.

Das gefällt mir gut:
  • Wasserdicht
  • Guter GPS-Empfang
  • Display
Das gefällt mir nicht so gut:
  • komplizierte Menüführung
  • kleiner Datenspeicher
  • fest verbauter Akku
  • teuer

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