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Lumera: Die Open-Source Kamera Fernsteuerung

DSLR Fernsteuern, Fotos teilen und Bilder auf das Smartgerät, den PC oder in die Cloud übertragen. All das verspricht ein kleines Zusatzmodul für die Kamera.

WLAN für die Digitalkamera ist schon eine coole Sache.

Leider ist das noch immer nicht Standard. Selbst moderne Kameras mit eingebautem Wi-Fi Modul verfügen nur über wenige Funktionen. Besitzt die Kamera nicht über ein eingebautes WLAN, stellt derzeit der CamRanger oder die TP-Link Box mit Spezial-Firmware (Bauanleitung) die beste Lösung zum Nachrüsten dar.

Bilder von der Kamera an ein Tablet oder Smartphone übertragen geht auch mit den WLAN-SD-Karten. Auch damit erreicht man recht schnell Grenzen.

Befestigung an der Kamera
Befestigung an der Kamera

Ein Kickstarter-Projekt will jetzt alles besser machen. Lumera heißt die smarte Box für Digitalkameras. Befestigt wird das kleine Kästchen am Stativgewinde der Kamera und über USB mit der Kamera verbunden. Funktioniert mit vielen Nikon und Canon Modellen. Der Akku kann getauscht werden und hält je nach Anwendung 6 bis 24 Stunden.

Kamera Fernsteuerung und mehr

Lumera will mehr sein als nur eine WLAN Erweiterung. Lumera macht die Kamera Smart.

Um den Stromverbrauch zu senken setzt Lumera auf eine energiesparende Bluetooth-Verbindung für die Fernbedienung. Für eine schnelle Übertragung des Livebildes und zur eigentlichen Bildübertragung kommt WLAN ins Spiel.

Lumera sorgt für Live-View und Fernsteuerung auf dem Smartphone
Lumera sorgt für Live-View und Fernsteuerung auf dem Smartphone

Zum Kamera fernsteuern wird es eine Android und iOS App mit diesen Funktionen geben:

  • Drahtlos Fotos und Videos aufnehmen
  • Live View Bild auf dem Smartgerät
  • Fernsteuern von Kamera-Einstellungen wie Blende, Verschlusszeit, ISO-Wert, Fokus, Weißabgleich Bildqualität und vieles mehr
  • Zeitraffer (Timelaps) Aufnahmen vom Smartphone steuern
  • Geotagging mit GPS vom Smartphone

Zusätzlich zur Steuerung über das Smartphone ist auch ein Display integriert und Basisfunktionen können über Tasten bedient werden.

Bilder drahtlos übertragen

Die einfachste Lösung um Fotos von der Kamera auf ein Smartphone zu bekommen bieten derzeit die zahlreichen WLAN-SD-Karten. Sollen die Fotos auf den Computer oder in der Cloud abgelegt werden, scheitern die Wi-Fi Karten schnell.

Lumera Fernsteuerung zwischen Stativ und Kamera
Lumera Fernsteuerung zwischen Stativ und Kamera

Fotos von der „ordentlichen“ Kamera lassen sich mit Lumera direkt auf einem FTP- oder WebDAV Server (beispielsweise auf der NAS) ablegen. So ließe sich eine automatische Übertragung der Fotos direkt in einen von Lightroom überwachten Ordner realisieren. Das macht Lumera für das heimische Netzwerk oder im Studio interessant. Auch in Cloud-Speicher wie Dropbox können die Bilder kopiert werden.

Lumera verfügt über eine direkte Integration von Sharing-Diensten wie Facebook, Twitter, Instagram, Flickr und 500px. Auf Knopfdruck wandert das Foto von der DSLR über das Smartphone zum sozialen Netzwerk. Das Smartphone dient dabei nur als Modem.

Open-Source

Das tolle am Lumera Projekt ist, dass alles Open Source ist. Neben der Software ist auch die Hardware als Openhardware für jeden einsehbar. Das fördert natürlich den Spieltrieb vieler Entwickler.

Technische Daten Lumera
Technische Daten Lumera

Geotagging mit Lumera

Über den GPS Empfänger im Smartphone kann die Position in die Bilder integriert werden. Vor kurzem hat Lumera noch einen internen GPS Chip angekündigt. Diesen gibt es für 30 $ Aufpreis dazu.

Aktuell kann man das Lumera KickStarter Projekt mit 170 $ unterstützen. Als “Early Bird Backer” bekommt man das Gerät dann voraussichtlich im Mai 2015 für 170 $  inkl. weltweitem Versand. Später wird es für 190 CAD angeboten werden.

Ich unterstütze das Projekt und habe 200 CAD (ca. 140€) für ein Lumera mit GPS zugesagt. Die Kickstarter Kampagne läuft noch bis zum 10. Dezember und ist derzeit gut zur Hälfte unterstützt.

Wäre Lumera auch etwas für dich? Schreibe deine Meinung in die Kommentare.

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Kommentare
Carsten
Antworten

Ein sehr interessantes Projekt … und auch gut in dem Artikel zusammengefasst. Danke !

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