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Pebble: Die Mutter aller Smartwatches im Praxistest

Spätestens seit der Vorstellung der Apple Watch sind Smartwatches in aller Munde. Ein Review der Pebble SmartWatch.

Als „mobiler Nerd“ habe ich jetzt auch eine Smartwatch. Ich habe mich für die Pebble Classic in schwarz entschieden. Nach mehrmonatiger Smartwatch Nutzung hier mein ganz subjektiver Erfahrungsbericht.

Die Pebble Classic in schwarz
Die Pebble Classic in schwarz

Das besondere an der Pebble ist, dass sie sowohl mit Android als auch mit dem iPhone zusammen arbeitet und über ein einfaches Schwarz-Weiß-Display verfügt.

Geburtshelfer war ein Crowd Funding Projekt auf Kickstarter. Dann kam die Verzögerung wegen der riesigen Nachfrage. Anschließend machte der deutsche Zoll den Erstkäufern Probleme. Als die offizielle Möglichkeit dar war, eine Pebble in Deutschland zu kaufen, habe ich zugeschlagen. Aktuell ist man mit 129 Euro plus 5 Euro Versand dabei. Geliefert wird super schnell per UPS aus Holland.

Pebble Hardware

Schwarze Pebble mit schwarzem Armband
Schwarze Pebble mit schwarzem Armband

Ich habe mich für die klassische Pebble in schwarz entschieden.
Mitgeliefert wird nur ein spezielles Ladekabel.

Das Display der Pebble ist monochrom und dank der Verarbeitung eines E-Paper-Displays in der Sonne besser lesbar, als andere Uhren mit Farbdisplay auf Android Wear Basis. Wichtig:
E-Paper nicht mit dem E-Ink Display wie es beim Amazon Kindle eingebaut ist verwechseln.

Bedient wird die Pebble mit vier Tasten an den Seiten.

Ansonsten ist ein Vibrationsmotor und ein Lagesensor verbaut. Das war es schon.

Akkulaufzeit

Kontakte zum Laden
Kontakte zum Laden

Ein ganz großer, wenn nicht sogar der größte Vorteil der Pebble gegenüber anderen Smartwatches ist die Akkulaufzeit. Mit ihrem 300 mAh großen Akku hält die Pebble bei mir locker über eine Woche durch. Das wird wohl hauptsächlich durch das sparsame Display möglich.

Und wie wirkt sich die Pebble auf die Akkulaufzeit des Smartphones aus?
Der Hersteller spricht von etwa 5 bis 10% Mehrverbrauch. Bei meinem HTC One kann das hinkommen. Ich merke jedenfalls keinen übermäßigen Mehrverbrauch.

Bluetooth Verbindung

Pebble mit Smartphone koppeln
Pebble mit Smartphone koppeln

Nachdem die Pebble App aus dem Play Store installiert ist, startet bereits die Suche nach der Uhr. Der gesamte Koppel-Prozess ist sehr schnell und einfach erledigt.

Die Reichweite geht vollkommen okay. Auch wenn das Smartphone im ersten Stock liegt, kommen bei der Uhr im Erdgeschoss noch Benachrichtigungen an.

Einzige Auffälligkeit: sobald sich das Smartphone mit dem Infotainment-System in meinem Auto verbindet, reißt die Verbindung zur Pebble kurz ab. Ist aber nach wenigen Sekunden wieder da.

Basisfunktionen der Pebble

Benachrichtigungszugriff aktivieren
Benachrichtigungszugriff aktivieren

Ab Werk ist es halt eine Uhr mit drei verschiedenen Zifferblatt Designs. PebbleOS, das Betriebssystem der Uhr, zeigte bis Version 2.1 nur Anrufe, Nachrichten und E-Mails direkt an. Mit dem Update auf Version 2.8 kam auch die deutsche Übersetzung für App und Uhr hinzu.
Wer Benachrichtigungen für weitere Apps komfortabler haben will, der braucht zusätzliche Apps. Mehr dazu später.

Ansonsten sind im System ein Wecker vorhanden und der Mediaplayer vom Telefon lässt sich steuern.

Mein erstes Pebble Highlight gehört bereits zur Basis Ausstattung: die Benachrichtigung über eingehende Anrufe. Seit dem ich die Pebble habe, verpasse ich keinen Anruf mehr. Jeder kennt das Problem, Handy in der Jackentasche, laute Umgebung. Klingeln und vibrieren merkt man nicht. Bei mir vibriert jetzt die Uhr. Dazu wird die Nummer oder der Name des Anrufers auf dem Display angezeigt. Möchte man mit dem Anrufer nicht sprechen, kann mit einer Taste an der Uhr das Gespräch abgelehnt werden. 😉

Richtig spannend wird so eine Smartwatch aber erst mit den richtigen Apps.

Smart dank Apps und Watchfaces

Mein bevorzugtes Ziffernblatt
Mein bevorzugtes Ziffernblatt

Hat man erst mal die Pebble App auf dem Smartphone, besteht sofort Zugriff auf den Pebble eigenen App Store.

Das Aussehen der Pebble wird über Watchfaces verändert. Im Pebble Store gibt es dazu eine riesige Auswahl, meist zum kostenlosen Download.

Marktplatz für Pebble Apps
Marktplatz für Pebble Apps

Wesentlich spannender finde ich die Apps zur Benachrichtigung und Steuerung, beispielsweise den Pebble Notifier.

Zum Steuern bietet sich die Pebble Erweiterung für Tasker an. Damit hat man Zugriff auf die unendlichen Möglichkeiten der Automatisierungs-App.

Einzelne spannende Pebble Apps werde ich künftig in loser Folge genauer hier im Blog vorstellen.

Persönliches Fazit

Meine Smartwatch Nr. 1
Meine Smartwatch Nr. 1

Pebble hat sehr viel richtig gemacht. Mit Android und iPhone zu verwenden, ein Display, das sich unter allen Umständen sehr gut ablesen lässt und eine Akkulaufzeit bei der man nicht ständig ans Laden denken muss.
Dazu eine riesige Auswahl an Apps um die Uhr noch smarter zu machen.

Für jeden, der auf Farb-Display und Touch-Funktion verzichten kann ist die Pebble wohl die derzeit beste smarte Uhr auf dem Markt.

Das gefällt mir gut:
  • lange Akkulaufzeit
  • preiswert
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Standard Watchfaces nicht deaktivierbar

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Kommentare
Chris
Antworten

Wie heißt denn das oben abgebildete, von dir bevorzugte Watchface?

Matthias Schwindt
Antworten

Das nennt sich
„German compact oS“
gibt es auch mit schwarzem Hintergrund
„German compact oS Black“

Thomas Schumacher
Antworten

Danke für den ausführlichen Test. Vieles davon kann ich bestätigen, jedoch in einem Punkt muss ich wiedersprechen 🙂
Seit ich die Pebble habe, ist der Akkuverbrauch von meinem Smartphone sogar zurückgegangen, da ich jetzt bei eingehenden SMS, eMail und verpassten Anrufen das Smartphone kaum noch in die Hand nehme. Verpasste Anrufe und SMS beantworte ich meistens nur noch mit der Pebble über die Vorlagen. Ist vielleicht nicht besonders höflich, aber das Wichtigste habe ich dann mitgeteilt. 🙂

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