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Trigger: Mit NFC Tags das Android Smartphone steuern

Über die Nahfeld Funktechnologie NFC lässt sich das Smartphone individuell automatisieren. Vorstellung meiner bevorzugten NFC App für Android.

Ein stark unterschätztes Feature von Android-Smartphones ist Near Field Communication. Obwohl so gut wie jedes aktuelle Android Smartphone einen NFC-Chip besitzt, wird diese Funktion oft als Nerd-Funktion abgestempelt und fristet ein Nischendasein – zu Unrecht, wie ich meine.

Welche Vorteile bietet NFC im Alltag?

Immer wieder wird mobiles Bezahlen genannt. Diese spannende Funktion steckt aber noch in den Kinderschuhen. Vielleicht ändert sich das jetzt langsam mit Apple Pay.

Panasonic G6 mit NFC
Panasonic G6 mit NFC

Meine erste NFC Anwendung habe ich in dem Artikel zu den WLAN Fähigkeiten der Panasonic Lumix G6 vorgestellt. Dort werden die Zugangsdaten per NFC übertragen und ersparen so das Eingeben von Hand. NFC wird dabei allerdings nur einmalig sinnvoll genutzt.

Trigger App

NFC Aufgaben-Launcher heißt jetzt Trigger
NFC Aufgaben-Launcher heißt jetzt Trigger

Mit der kostenlosen Trigger App und ein paar NFC-Tags führt das Smartphone individuelle Aufgaben aus, die dir das (mobile Smartphone) Leben einfacher machen – und zwar jeden Tag.

Mit der Umbenennung von NFC Aufgaben-Launcher in Trigger wurde der Funktionsumfang der App stark erweitert. Statt nur noch auf NFC Tags zu reagieren kommt Trigger jetzt fast an Tasker, das Automatisierungs Tool schlechthin, heran. Die meisten neuen Aufgaben-Auslöser (Trigger) sind allerdings der Pro Version vorbehalten. Diese gibt es als In-App-Kauf für 2,19 Euro.

Root Rechte sind übrigens nicht zwingend nötig. Wer sein Android Gerät allerdings mit root Rechten erweitert hat, kann sich aber über zusätzliche Funktionen freuen.

Funktionsweise von Trigger

Im Prinzip setzt sich das Programm aus den Komponenten Trigger und Aufgabe zusammen.

Trigger wählen
Trigger wählen

Mit dem Trigger wird festgelegt, was eine Aktion auslösen soll. In diesem Fall also das Berühren eines NFC-Tags.

Aufgabe festlegen
Aufgabe festlegen

In den Aufgaben wird zusammengefasst, was dann passieren soll. WLAN an, E-Mail senden oder Einstellungen ändern. Die Möglichkeiten sind riesig.

Spannend finde ich die Umschalt-Aktion. Beim ersten Berühren des NFC-Tags wird Aufgabe 1 ausgeführt, beim nächsten Berühren Aufgabe 2. So kann schnell zwischen zwei Zuständen hin und her gewechselt werden. Beispielsweise einsteigen ins Auto und aussteigen.

Alle Aktivitäten werden einfach und verständlich mit Hilfe eines geführten Assistenten erstellt. Hilfreich ist dabei, dass die komplette App auf deutsch verfügbar ist. In der folgenden Bildergalerie sind die einzelnen Schritte zu einer Trigger Aktion zusammengefasst.

NFC als Trigger hinzufügen (ohne Einschränkungen)
WLAN-Hotspot als Aufgabe auswählen und AP definieren
Umschalt Option aktivieren: Neue Aufgabe - Tethering ausschalten
Fertig - Telefon an NFC-Tag halten und schreiben
Neue Trigger Aktion in der Übersicht

NFC-Tags für eigene Funktionen

Durch das einfache Berühren eines NFC-Tags mit dem Smartphone werden kleine Datenmengen übertragen. Damit werden die Aktionen auf dem Smartphone ausgelöst.

Kleine selbstklebende NFC-Tags
Kleine selbstklebende NFC-Tags

Also müssen NFC-Tags her. Ich habe mich für kleine Klebe-Tags entschieden. Etwas aufpassen muss man beim Einkauf. Es gibt verschiedene Varianten und nicht jedes Smartphone kann jeden NFC-Tag lesen. Für mein HTC One habe ich mich für den Typ NTAG203 mit 168 Byte Speicherplatz entschieden.

Die Aufgabe schreib Trigger direkt in den NFC-Tag. Damit ist keine Aufgabe an dein Smartphone gebunden. Bei jedem, der mit Trigger den NFC-Tag berührt, wird die gleiche Aufgabe ausgeführt.

Persönliches Fazit

Mit NFC-Tags und der Trigger App lassen sich zahlreiche Aufgaben des täglichen (Smartphone) Lebens automatisieren. Trigger ist intuitiv zu bedienen und läuft bei mir seit längerem ohne Probleme.

Trigger
Trigger
Entwickler: Coleridge Apps LLC
Preis: Kostenlos+
Das gefällt mir gut:
  • Schöne Optik
  • Einfache Einrichtung
  • Mehr Funktionen für root Nutzer möglich
Das gefällt mir nicht so gut:
  • Sehr schnell werden Pro-Funktionen benötigt

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